Peterhof Furx (c) Bernhard Rogen - Peterhof

Peterhof, Furx

Alpiner Möglichkeitsraum

TEXT: Renate Breuß und Marina Hämmerle

Es braucht schon Mut und Weitsicht in dieser Höhenlage (1200 m) in Zeiten zunehmend schneearmer Winter die Anlage des eigenen Familienbetriebs von Grund auf neu zu planen und umzusetzen. Das gelingt nur, wenn die Entscheidung dazu gemeinsam fällt und das Konzept auch die kommende Generation trägt. Beides ist beim Peterhof in Furx der Fall. So agieren die heute federführenden Enkel Patrick und Sarah ganz im Sinne des Pioniergeists von Oma Geli – sie setzen weiterhin auf die Ruhe und Kraft des Ortes, die Natur und die Landschaft.

Peterhof Furx (c) Bernhard Rogen - Peterhof (1)
Peterhof Furx © Lukas Hämmerle / Vorarlberg Tourismus

Was das Konzept anbelangt, geht man mit dem Bau von zehn, behutsam in den Hang komponierten Chalets inhaltlich neue Wege. Ihre Formensprache entspringt der zeitgenössischen Vorarlberger Holzbaukunst – kompakt, schnörkellos und perfekt detailliert – in handwerklich hochstehender Ausstattung und Materialität garantieren sie im Inneren wohltuende Atmosphäre, Komfort und einen Freisitz mit Bergpanorama, der seinesgleichen sucht. Den Zimmerservice mit individuell bestückter Frühstückskiste oder das Dinner zu zweit wissen die rückzugssuchenden Gäste sehr zu schätzen. Auch die Anti-Wegwerfphilosophie kommt gut an.

Peterhof Furx © Lukas Hämmerle / Vorarlberg Tourismus
Peterhof Furx © Lukas Hämmerle / Vorarlberg Tourismus
Peterhof Furx © Lukas Hämmerle / Vorarlberg Tourismus
Peterhof Furx Bar © Lukas Hämmerle / Vorarlberg Tourismus

Gespeist wird dieses kulinarische Vergnügen aus der Küche des neuen Alpengasthofs. Hier griffen die Architekten von Baumschlager Eberle tief in die Schatzkiste – sie zauberten eine Raumfigur, die zugleich vertraut und dennoch exotisch wirkt. Fingerförmig greifen gut bespielbare Stuben in die Landschaft, offerieren Fernblick und Intimität zugleich. Kunstvoll gefaltet ist die akustisch wirksame Deckenkonstruktion, darüber schützt ein mächtiges Kupferdach die Gaststätte, abends leuchtet sie diskret wie eine Laterne.

Auf den Tisch kommt Frisches aus der Region. Das Wildbret ist vom Damwild der Alpe Furx oder aus Laternsertaler Jagdgebiet. Die saisonal angepasste Speisekarte ist traditionell geprägt. Rinderkraftbrühen mit Leberknödel oder Fritatten, Backhendlsalat und Wienerschnitzel sind Klassiker, für Vegetarier gibts Spargel oder delikat verarbeitete Milchprodukte vom Bauern von nebenan. Hausgäste genießen das Essen im Chalet, Stammgäste und Wanderer erfreuen sich zwischendurch an der Nachmittagskarte. Auch für größere Familienfeiern eignet sich der Peterhof bestens, nicht nur wegen der luftigen Raumabfolge des Gasthauses und den familienfreundlichen Chalets, sondern auch wegen der Wirtefamilie. Da ist man bei den Schmids in besten Händen, sie wissen worauf es ankommt. Autochton ist der Peterhof in Furx in jeder Hinsicht.

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