Erlebnisse im Schnee? Mit Sicherheit!
Datum: 15.01.2026
Ob auf oder abseits der Piste: Genussvolle Naturerlebnisse und Freude im Schnee gehen Hand in Hand mit Sicherheit – sowohl im Hinblick auf Wetterverhältnisse, Naturgefahren als auch auf die richtige Ausrüstung und Vorbereitung. Auch rücksichtsvolles Verhalten anderen Sportler:innen und der Natur gegenüber gehört dazu. Tipps, Kurse und Initiativen im Überblick.
Auf zwei Skiern einsame Gipfel besteigen. Die erste Spur in einem Tiefschneehang ziehen. Auf Schneeschuhen durch unberührte Winterlandschaften stapfen. Nach solchen Erlebnissen sehnen sich einige. Damit Ausflüge dieser Art zur Freude werden, braucht es neben der richtigen Ausrüstung eine exakte Vorbereitung und ein präzises Auge auf den Wetter- und Lawinenbericht. Am besten ist es, nach dem Motto „better ride with a guide“ eine fach- und ortskundige Begleitung zu wählen. Geführte Touren und Kurse bieten die Vorarlberger Skischulen an und auch einige Orte veranstalten regelmäßig begleitete Ski- oder Schneeschuhtouren.
Safety first
Fürs Skifahren, Skitourengehen und für Schneeschuhwanderungen gehören neben der realistischen Selbsteinschätzung von Kondition und Können die richtige Ausrüstung und ein rücksichtsvolles Miteinander zum sorgenfreien Sporterlebnis dazu. Helm, Rückenprotektor, Schaufel und ein LVS-Gerät (Lawinenverschüttetensuch-Gerät) können lebensrettend sein. Wichtig ist es auch, die 10 FIS-Pistenregeln zu beachten. Sie gelten als Maßstab für sportgerechtes Verhalten auf der Piste. Über die aktuelle Schneehöhe in den Skigebieten informiert der Schneebericht. Er ist auch als wöchentlicher Newsletter von Vorarlberg Tourismus verfügbar.
Abseits von gesicherten Pisten agieren Skifahrer:innen auf eigene Faust. Für einen sicheren Fahrspaß gilt gerade bei der Planung von Skitouren: „Vorbereitung ist die halbe Miete“. Neben Streckenverlauf, Schwierigkeitsgrad und Dauer sind es die Wetter und Schneebedingungen, die zu berücksichtigen sind. Für die Auswahl und Planung von Skitouren sind die Empfehlungen von Tourismusorganisationen wie Vorarlberg Tourismus eine verlässliche Quelle. Tagesaktuell sind das Bergwetter und der Lawinenlagebericht – beide können auch über verschiedene Apps abgerufen werden.
Eine genaue Routenplanung und Beschäftigung mit dem Wetter- und Lawinenbericht ist auch für jene wichtig, die auf Schneeschuhen abseits von beschilderten Wegen unterwegs sind. Für sie ist es ebenfalls wichtig, ein LVS-Gerät und eine Schaufel im Rucksack zu haben. Bei geführten Schneeschuhtouren ins freie Gelände werden diese Ausrüstungsteile zur Verfügung gestellt.
Kurse und Weiterbildungen
Zahlreiche Bergführer:innen, Skischulen und Bergschulen bieten den ganzen Winter hindurch ein vielseitiges Kursprogramm für Sportler:innen jeder Könnerstufe. Das Angebot reicht vom Skitourentag für Anfänger:innen über den Umgang mit der Notfall-Ausrüstung bis hin zu geführten Touren und Schnupper-Touren durch Vorarlbergs Winterlandschaft. Weitere Veranstaltungen führen unter anderem in weniger bekannte Sportarten wie das Splitboard ein.
Rücksichtsvoll unterwegs
In ganz Vorarlberg ruft die Initiative „Respektiere deine Grenzen“ dazu auf, im freien Gelände verantwortungsbewusst unterwegs zu sein. Skifahren durch winterliche Wälder kann beispielweise Bäume schädigen und es stört die Tierwelt. „Respektiere deine Grenzen“ listet auf seiner Website auch Tipps für die Tourenplanung sowie für die Naturverträglichkeit in sozialen Medien auf.
Im Montafon, im Naturpark Nagelfluhkette und im Kleinwalsertal verweisen Schilder und Leitsysteme auf Schutzgebiete und Wildruhezonen, die an die Eigenverantwortung der Wintersportler:innen im Sinne eines naturverträglichen Aufenthalts appellieren. Zusätzlich sind Ranger:innen unterwegs, die vor Ort über mögliche Routen und unterschiedliche Schutzgüter aufklären. Dabei setzen die Initiativen auf Aufklärung statt Verbote. „Gerade der Winter ist eine herausfordernde Zeit für die Tiere, in der Stress für sie lebensbedrohlich sein kann. Wir arbeiten an einem guten Miteinander von Mensch und Natur, denn es ist Platz für alle. Mit unserer Arbeit wecken wir Verständnis und suchen nach Kompromissen – und sorgen auch für schöne Erlebnisse unter Rücksichtnahme der Natur“, so Lisa Klocker, Rangerin im Naturpark Nagelfluhkette.