Noch Skifahren, schon Radeln und Wandern - der Frühling ist da!
Datum: 19. Februar 2026
Die Vorarlberger Wintersaison ist in vollem Gange. In Lech Zürs am Arlberg und in den Skigebieten der Silvretta Montafon laufen die Lifte noch bis zum 19. April 2026. Gleichzeitig können Sommersportler:innen ihre Fahrradreifen aufpumpen: In den Tälern und teils schon in mittleren Lagen bieten die Monate März und April vielerorts angenehme Bedingungen. Auch mit Wanderschuhen sind die ersten schneefreien Touren möglich.
Wie viel Schnee liegt in den Skigebieten, wie viele Lifte sind geöffnet und wo ist es möglich, bis ins Tal zu schwingen? Tagesaktuelle Schneehöhen für alle geöffneten Skigebiete sind im Schneebericht zu finden. Einen direkten Blick auf diverse Pisten bieten die Live-Webcams in allen Regionen.
Sonnenskilauf
Der Frühlings-Vorteil für Skifreund:innen: Mit den steigenden Temperaturen rückt der doppelte Genuss in den Vordergrund – zunächst auf perfekt präparierten Pisten, danach bei der Einkehr. Zur Wahl stehen herrlich traditionelle Skihütten und solche, die – typisch Vorarlberg – mit moderner Architektur punkten. Spezielle Early-Bird-Angebote laden ein, im Sonnenaufgang über die frisch präparierten, schön griffigen Pisten zu kurven. Zumeist beinhalten sie ein anschließendes Frühstück.
Umso schöner, wenn die entspannte Sonnenskilauf-Stimmung auch musikalisch untermalt wird: Vom 4. bis 19. April 2026 beispielsweise spielen Live-Acts beim Tanzcafé Arlberg Music Festival – mitten im Skigebiet, am Rüfiplatz oder in Hotel-Lounges. Grundsätzlich ist der Eintritt frei – um zu einer Location wie dem Bergrestaurant Seekopf in Zürs zu kommen, braucht es ein Bergbahnticket. Bis zum 4. April 2026 heißt es an fünf Samstagen auf der Restaurant-Terrasse des Hotels Steffisalp in Warth „Ski & Concert“.
Ob Genusswandern in tieferen Lagen oder unberührte Winterlandschaften in der Höhe: der „Montafoner Frühling“ gestaltet sich vielfältig. Neben dem Wintersportangebot bietet die Zwischensaison angenehme Bedingungen für erste Wanderungen, Kletter- und Biketouren. Bis 12. April 2026 ist auch die Rodelbahn auf Schienen – der Alpine-Coaster Golm – von Freitag bis Sonntag geöffnet, täglich wieder ab 23. Mai 2026.
Radeln am Rhein oder an der Bregenzerach
Wenn im Tal die Krokusse blühen und die Vögel immer lauter zwitschern, schlagen die Herzen von Naturfreund:innen höher. Radfahrer:innen können sich endlich wieder auf ihren Sattel schwingen. Dabei ist in Vorarlberg unter anderem der Radweg „Walgau-Rheintal“ ein Klassiker. Von Bludenz über Feldkirch entlang der Ill und von dort rheinabwärts radeln vor allem Familien gerne. Mit der Bahn geht es wadenschonend zurück.
Ebenso familientauglich ist der Radweg von Egg nach Doren auf der Trasse der ehemaligen „Wälderbahn“, die vom Jahr 1902 bis 1983 Bezau mit Bregenz verband. Eine willkommene Pausen-Option bietet unter anderem der Spiel- und Freiraum Bozenau oder der Bregenzerwälder Käsekeller.
Panorama-Touren
Mithilfe der Pfänderbahn ist der Anstieg auf den Bregenzer Hausberg in sechs Minuten Fahrzeit geschafft, danach startet eine herrliche Halbtages-Radtour über Eichenberg, Möggers, Hohenweiler und das Leiblachtal zurück nach Bregenz. Ein weites Panorama über Land und See inklusive.
Bei schneefreien Wegen ist sogar schon die eine oder andere Gipfel-Tour mit dem Mountainbike möglich. Aussichts-Fans nehmen die 750 Höhenmeter zum Muttersberg, „dem Sonnenbalkon von Bludenz“, in Angriff. Versprochen: Der rund 10 Kilometer lange Aufstieg lohnt sich. Weitere Frühlings-Routentipps für Radfahrer:innen und Biker:innen haben wir hier zusammengestellt.
Bike-Kodex Vorarlberg
Vorarlberg Tourismus hat einen Bike-Kodex initiiert. Gemeinsam mit dem Land Vorarlberg und den einzelnen Urlaubsregionen ist ein Regelwerk entstanden, das ein rücksichtsvolles Miteinander in der Natur zum Ziel hat – ganz im Sinne der bestehenden Initiative „Respektiere Deine Grenzen“. Ein Grundsatz lautet: „Wir fahren auf gekennzeichneten Wegen und kürzen nicht ab“, ein anderer: „Wir achten auf Tiere und Pflanzen, meiden die Dämmerungszeit und hinterlassen keinen Abfall.“ Fahrer:innen sollen vorausschauend unterwegs sein und ihre Geschwindigkeit anpassen. So verhindern Biker:innen Konflikte mit Wanderfreund:innen und kommen auch Weidetieren nicht in die Quere. Dasselbe gilt im Winter: Um Wildtiere nicht zu stören, sind gerade im freien Skiraum Ruhezonen zu meiden.
Wandern
Morgens Skifahren, nachmittags Wandern – das ist eine Option, die der Frühling bietet: beispielsweise am Schwarzwasserbach im Kleinwalsertal oder durch das Europaschutzgebiet Ludescherberg im Großen Walsertal. Dabei können Interessierte erleben, wie der Frühling Schritt für Schritt Einzug hält. Mehr Vorschläge haben wir gemeinsam mit Naturvermittler und Wanderführer Lukas Rinnhofer zusammengetragen.