Vielfalt geformt von Wasser, Stein und Eis
Datum: 03.11.2026
Vorarlberg vereint Seen, Hügellandschaften und Hochgebirge auf kleinem Raum zwischen Bodensee und der Silvretta.
Das Wichtigste in Kürze
- Vorarlberg ist mit einer Fläche von 2.601 Quadratkilometern das zweitkleinste Bundesland Österreichs und misst von Nord nach Süd rund 100 Kilometer.
- Zwischen dem Ufer des Bodensees und dem Piz Buin, dem höchsten Berg Vorarlbergs, liegen knapp 3.000 Höhenmeter.
- Vorarlbergs Landschaften reichen von Seen, Flusslandschaften, Rieden und Mooren über Hügellandschaften, Wiesen und Wälder bis zu Schluchten, schroffen Bergen und vergletscherten Gipfeln.
- Fünf große geologische Zonen prägen das Land: Silvretta-Kristallin, Nördliche Kalkalpen, Penninikum, Helvetikum und Molassezone.
- Gletschereis formte während der Eiszeiten Täler, Mulden, Seen, Moore und Hänge.
- Mehr als 3.900 Flüsse und Bäche durchziehen Vorarlberg und strukturieren seine Landschaft.
Vom Bodensee bis zum Piz Buin
Zwischen dem Ufer des Bodensees und dem Piz Buin, dem höchsten Berg Vorarlbergs, liegen knapp 3.000 Höhenmeter. Dazwischen eine Fülle an unterschiedlichsten Naturerlebnissen.
Wer Vorarlberg bereist, erlebt auf erstaunlich kurzen Strecken, wie abwechslungsreich ein Land sein kann. Am Morgen noch am Bodensee, wo Licht, Wasser und Weite das Fernweh lindern. Wenig später lässt sich in einer sanften Hügellandschaft, zwischen Wiesen, Mooren und Wäldern wandeln, am Nachmittag in Gegenden, die Felsen, Schluchten und Gletscher prägen.
Vorarlberg ist mit seinen 2.601 Quadratkilometern das zweitkleinste Bundesland Österreichs. Von Nord nach Süd misst das Land rund 100 Kilometer. Und birgt eine große Fülle landschaftlicher Charaktere. Gerade diese Überschaubarkeit macht seinen Reiz aus. Kaum sonstwo lässt sich auf so kleinem Raum so viel entdecken: Seen und Flusslandschaften, Riede und Moore, sanfte Hügel, artenreiche Wiesen, alpine Weiden und vielgestaltige Wälder, tiefe Schluchten, schroffe Berge und vergletscherte Gipfel.
Fünf geologische Zonen prägen die Vielfalt
Gleich fünf große geologische Zonen folgen aufeinander: Silvretta-Kristallin, Nördliche Kalkalpen, Penninikum, Helvetikum und Molassezone. Entstanden sind sie aus Sedimenten, die sich über Millionen von Jahren am Meeresboden ablagerten, verdichteten, hoben und im Zusammenspiel der Kontinentalplatten zu Gebirgen formten.
Diese landschaftliche Vielfalt prägt die Natur und die Menschen. Sie ist der Nährboden für Kultur, Kulinarik, Handwerk, Architektur und Lebensgefühl. Die Vielfalt ist kein Zufall: Sie hängt mit der Lage Vorarlbergs zusammen, mit der Topografie, Geologie und Erdgeschichte.
Besonders eindrucksvoll ist es am Westrand des Rätikons bei Feldkirch, wo geologische Welten aufeinandertreffen wie Gesteine aus der afrikanischen Küstennähe und Ablagerungen aus dem Ur-Mittelmeer. Vereinfacht gesagt: Ost- und Westalpen begegnen sich hier und sind mit ein Grund, warum die Landschaften so unterschiedlich wirken.
Vom Bregenzerwald bis zur Silvretta
Im Bregenzerwald zeigen sich Gesteinsschichten wie Flysch und Nagelfluh als sanfte und fruchtbare Hügellandschaften, die sich gegen Süden, geprägt vom Kalkgestein, zu markanten Felsformationen wie die Kanisfluh erheben. In den Lechtaler Alpen bilden die Nördlichen Kalkalpen schroffe Felsformationen. Im Verwall und in der Silvretta bestimmt Kristallin den hochalpinen Charakter.
Hier, im Montafon, ist das Verhältnis zum Gebirge unmittelbarer als im sanften Bregenzerwald. Die Täler sind enger, die Hänge steiler, die Dörfer sind in die Bergwelt eingebettet. Maisäße, Hochalpen, Gipfelräume prägen das typische Landschaftsbild.
Der Norden des Landes ist geologisch jünger: Flussschotter und Sand verdichteten sich im Rheintal zur Molasse.
Eiszeiten und Menschen formen die Landschaft
Den letzten Schliff erhielt die Vorarlberger Landschaft durch die Eiszeiten: Gletschereis formte Täler, Mulden, Seen, Moore und Hänge. Seit der Späteiszeit gestaltet auch der Mensch die Landschaft mit.
Mehr als 3.900 Flüsse und Bäche durchziehen Vorarlberg
Mehr als 3.900 Flüsse und Bäche durchziehen das Land, sammeln sich in Tälern und Schluchten. Auch das Wasser strukturiert die Landschaft. Große und versteckte Moore, kleine Bergseen und der Bodensee bieten Lebensraum für eine vielfältige Fauna und Flora.
An den Alpenrhein schmiegt sich das größte Siedlungs- und Wirtschaftsgebiet Vorarlbergs, das Rheintal. Hier lebt der Großteil der Bevölkerung. Städte, Verkehrsachsen, Betriebe, Riedlandschaften und Landwirtschaft liegen eng nebeneinander.
Am Bodensee weitet sich der Blick bis Deutschland und in die Schweiz. Südlich schließt der Walgau an, ein von Bergen umrahmtes und dennoch offenes und sonniges Tal. Dort mündet die Ill in den Rhein. Sie entspringt in der Silvretta kurz vor der Schweizer Grenze. Größter Zufluss der Ill ist wiederum die Alfenz, die durch das stetig ansteigende Klostertal fließt, wo auch die Gipfel bis zum Arlberg immer höher werden und schließlich die Grenze zum Bundesland Tirol markieren.
Über Vorarlberg Tourismus
Die Vorarlberg Tourismus GmbH ist die Landestourismusorganisation des österreichischen Bundeslandes Vorarlberg mit Sitz in Dornbirn. Ihre zentralen Aufgaben sind Marketing und Kommunikation, Strategie und Entwicklung sowie digitale Infrastruktur und Services. Vorarlberg Tourismus führt die Urlaubsmarke Vorarlberg, koordiniert die Umsetzung der Tourismusstrategie 2030 und stellt touristische Daten, Marktforschung und digitale Werkzeuge bereit. Dabei arbeitet das Unternehmen mit den sechs Destinationsorganisationen und weiteren Partner zusammen.