Spiel auf dem See, Seebühne Bodensee, Festivals in Vorarlberg (c) Foto Bregenzer Festspiele

Vorarlberg singt, klingt, spielt und inspiriert

Datum: 06. März 2026

Die Bodenseewellen plätschern. Der Sonnenuntergang leuchtet wie ein Gemälde. Bei den Operninszenierungen auf der Seebühne der Bregenzer Festspiele spielt die Natur immer mit. Doch Vorarlbergs Kulturszene überrascht nicht nur am See mit Außergewöhnlichem: In den Städten und Dörfern wecken Festivals, sorgsam kuratierte Musikevents und Ausstellungen rund ums Jahr international Aufmerksamkeit. 

 1946, im Gründungsjahr der Bregenzer Festspiele, dienten zwei Kieskähne als Bühne. Bereits damals gelang es, die Wiener Symphoniker als Festival-Orchester zu gewinnen. Im Laufe der Jahrzehnte wuchs das Festival, schärfte seine Programmlinie und festigte seine internationale Relevanz. 2026 feiern die Bregenzer Festspiele vom 22. Juli bis 23. August ihr 80-jähriges Bestehen, und das mit mehreren Premieren. Auf der Seebühne ist zum ersten Mal in der Geschichte die Oper „La traviata“ von Giuseppe Verdi zu sehen. Eine Oper von schmerzlicher Schönheit, in der eine Frau an der Liebe zerbricht. Die Zerbrechlichkeit thematisiert auch das Bühnenbild – eine 700 m² große, zersplitterte Spiegelwand. Die 86, zum Teil beweglichen Flächen und weitere Teile entstehen großteils in Werkstätten vor Ort, in langjährig bewährter Kooperation mit Gestalter:innen und Handwerker:innen aus Vorarlberg.  

 Fröhlich wird es am 1. August 2026, wenn die Bregenzer Festspiele zum ersten „Singalong am See“ laden. Auf dem Programm: Opernchöre. Zum Mitsingen sind alle eingeladen – Chöre, Gesangsgruppen und singbegeisterte Einzelpersonen. Begleitet werden sie durch Musiker:innen des Symphonieorchesters Vorarlberg, Festspiel-Solist:innen und Mitglieder des Bregenzer Festspielchors sowie weitere regionale und internationale Chöre. Notwendig ist einzig eine Anmeldung, Übungsvideos sind verfügbar. Weitere Erst- und Uraufführungen ergänzen das facettenreiche Programm. Einblicke in die Geschichte der Bregenzer Festspiele gibt eine große, frei zugängliche Open-Air-Ausstellung in den Bregenzer Seeanlagen. Sie ist vom 13. Juni bis 23. August 2026 zu sehen. 

Musik: von Jazz bis Klassik 

Musik aller Stilrichtungen erklingt in Vorarlberg zu allen Jahreszeiten. Internationale Jazzgrößen konzertieren beispielsweise beim Festival „jazzambach“. Kulturelles von Nischen bis Pop präsentiert das poolbar Festival von Anfang Juli bis Mitte August im Alten Hallenbad in Feldkirch. Klänge aus aller Welt beschwingen bei „Bezau Beatz“ am zweiten August-Wochenende. Liedgesang und Klassisches, interpretiert von den besten Solist:innen und Ensembles, stehen im Mittelpunkt des weltweit größten Schubert-Festivals Schubertiade. Sie findet zu bestimmten Terminen zwischen Ende April und Anfang Oktober in Hohenems und in Schwarzenberg im Bregenzerwald statt.  

Viele weitere Festivals ergänzen das klangvolle Geschehen. Von den Montafoner Resonanzen über das Lech Classic Festival und die Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik bis zum klassisch-jungen :alpenarte Festival im Bregenzerwald. 

Kunst: von zeitgenössisch bis regional 

Vielseitig präsentiert sich auch die Museumslandschaft. Zu den international bedeutendsten Ausstellungshäusern für zeitgenössische Kunst zählt das Kunsthaus Bregenz (KUB), geplant vom bekannten Schweizer Architekten Peter Zumthor. Fragen übers Erinnern, Vergessen und das Miteinander über Kulturgrenzen hinweg wirft das Jüdische Museum Hohenems in seinen höchst aktuellen Ausstellungen auf. Mit den Lebenswelten von Frauen befasst sich das Frauenmuseum Hittisau im Bregenzerwald, das einzige seiner Art in Österreich. Auf die Tradition des Handwerks und seine innovative Gegenwart gehen im Bregenzerwald mehrere Museen aus unterschiedlichen Perspektiven ein: das moderne Werkraum Haus in Andelsbuch, das Museum Bezau mit mehrfach ausgezeichnetem Zubau im Stil der zeitgenössischen Vorarlberger Holzarchitektur und das Barockbaumeister Museum in Au im sorgsam renovierten Kurathaus.  

Baukultur: Aus der Geschichte für die Zukunft 

Wie das Museum Bezau und das Barockbaumeister Museum in Au zeigen, haben das architektonische und handwerkliche Gestalten in Vorarlberg eine lange Tradition. Auch heute gilt Vorarlberg als Pionierland der zeitgenössischen (Holz-)Architektur und des innovativen Handwerks. Kaum irgendwo sonst im Alpenraum gibt es viele herausragende, stimmig eingerichtete moderne Bauten zu sehen. Klare Linien und natürliche Materialien – vorwiegend Holz und Glas – bestimmen die Stilistik.  

Ausgewählte Meisterwerke in ganz Vorarlberg sind entlang von sieben ArchitekTouren zu sehen. Diese Stopps sind auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichbar. Im Bregenzerwald machen die 12 „Umgang Bregenzerwald“-Wege, durchwegs Dorfrundgänge, die Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum erlebbar. 

Weitere Informationen zu kulturellen Highlights in Vorarlberg unter: www.vorarlberg.travel/kultur-brauchtum 
Weitere Infos zur Architektur und Baukultur: www.vorarlberg.travel/architektur-baukultur 
Weiteres Pressematerial zu den Bregenzer Festspielen: www.pressefoyer.at 

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