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Bürser Schlucht © Bernd Hofmeister / Vorarlberg Tourismus
Gastgeberin Denise Amann

Zurück in die Kindheit

Denise Amann ist Gastgeberin und Köchin und eröffnete im November 2019 das Restaurant „mizzigreen“ in Frastanz. Ihr persönlicher Ausflugstipp ist das Naturjuwel Bürser Schlucht.

Viele Jahre war sie nicht in der Bürser Schlucht gewesen. Dann nahm sie einen Freund aus Kanada mit dorthin, wo sie als kleines Mädchen am Wasser gespielt und Holz gesammelt hatte. „Er war genauso begeistert wie ich“, erzählt Denise Amann. Die leidenschaftliche Gastgeberin und Köchin eröffnete im November 2019 das Restaurant „mizzigreen“ in Frastanz. In der Bürser Schlucht liebt sie „diese spezielle Klangwelt: die zwitschernden Vögel und das beeindruckende Rauschen des Wassers.“ Über Jahrhunderte hat sich der Alvierbach in seinen eigenen Schotter eingegraben und so die heutige Schlucht geformt. Über schmale Brücken führt der naturbelassene Weg zwischen den Ufern hin und her.

Leichte Tour

Zwei Stunden sind Wanderinnen und Wanderer insgesamt unterwegs. Sie starten in der Bürser Ortsmitte (Landbus 81, Haltestelle Gasthaus Adler). Für Autofahrer ist der Parkplatz Elektrizitätswerk Lug ideal. Der Weg ist hin und retour fünf Kilometer lang und eignet sich für Familien. Lediglich 220 Höhenmeter sind zu überwinden. Auf dem Rückweg nach Bürs gibt es zwei Varianten: entweder über einen kleinen Waldweg oder denselben Weg wie hinauf. Ein kurzer Abstecher nach Bürserberg, wo weitere Gasthäuser die Pause versüßen, ist ebenso möglich. Die beste Zeit für einen Besuch beginnt nun im Mai und dauert bis Oktober.

Mächtige Felsen, in der Fachsprache Konglomeratblöcke genannt, säumen die Strecke. Wer sich für Geologie interessiert, ist in der Bürser Schlucht genau richtig: Sie zeigt sehr seltene Einblicke in die Erdgeschichte seit dem Ende der letzten Eiszeit vor rund 10.000 Jahren. Zudem gedeiht hier, am Eingang des Brandnertals, eine sehenswerte Flora – eine urwaldähnliche Landschaft, mitten in Vorarlberg.

Bürser Schlucht © Bernd Hofmeister / Vorarlberg Tourismus

"Diese spezielle Klangwelt: die zwitschernden Vögel und das beeindruckende Rauschen des Wassers."

Denise Amann
Weiterer Geheimtipp: Alpe Gamp

Natur-Erlebnisse wie diese helfen Denise Amann, „die Festplatte zu löschen. Kleine Fluchten machen den Kopf frei.“ Das gelingt ihr auch auf der Alpe Gamp – ein weiterer Kraftort, der praktisch vor ihrer Haustür in Nenzing liegt und voraussichtlich Ende Mai eröffnet. Vom Parkplatz braucht sie zu Fuß nur noch eine Stunde. Oben angekommen, genießt sie den Ausblick und die gute Küche im Gasthaus: „Hier wird das Schnitzel noch selbst geklopft und die Weinauswahl ist toll. Außerdem stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis.“ Sie schätzt es, dass Vorarlberg nicht auf Massen-, sondern auf Qualitätstourismus setzt. Amann kann diese feinen Unterschiede gut beurteilen. Zahlreiche Reisen haben sie um die ganze Welt geführt.

Hoher eigener Anspruch

Weitere empfehlenswerte Ziele gibt es für sie viele. „Wohnen, wo andere Urlaub machen“, ist für sie mehr als ein Klischee. „Viele denken bei diesem Zitat als erstes an Strand und Palmen. Dabei hat Vorarlberg so viel zu bieten. Die kurzen Wege zur vielfältigen Natur sind der totale Luxus und für viele ganz selbstverständlich.“ Dazu kommt ein sehr hoher Qualitätsanspruch – Stichwort g’hörig. Darin sind sich Gast und sie selbst, die Gastgeberin, einig.

 

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