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Alpine Art Muttersberg, Kunstweg, Wandern zur Kultur (c) Oliver Lerch / Foto Lerch
Wolfgang Maurer empfiehlt zeitgenössische Musik

Aller Art Kultur in Bludenz

Seit über 20 Jahren beschert der Verein allerArt Einheimischen und Gästen regelmäßig Kunstgenuss. Obmann des Vereins ist Wolfgang Maurer.

Der Raiffeisenplatz 1 ist die erste Adresse für kulturelle Schmankerl in der Alpenstadt. Dort residiert seit über 20 Jahren der Verein allerArt, der Einheimischen und Gästen regelmäßig Kunstgenuss beschert. Obmann ist Wolfgang Maurer, im Zivilberuf Lehrer am hiesigen Gymnasium. Gemeinsam mit den Kuratorinnen und Kuratoren des Vereins verantwortet er ein Gesamtprogramm, das sich sehen und hören lassen kann.

Neben den „Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik“ ist die Galerie allerArt das Herzstück des Angebots. In sechs Ausstellungen pro Jahr wird darstellende Kunst präsentiert, zuletzt auch immer wieder die Kunstankäufe des Landes Vorarlberg. Fans des gedruckten Wortes kommen alle sechs Wochen im literarischen Salon auf ihre Rechnung, wenn ein aktuelles Buch kritisch unter die Lupe genommen wird. Wer Bewegtbilder mag, kann sich in der LeinwandLounge alle zwei Wochen einen Arthouse-Film zu Gemüte führen. „Mit bis zu siebzig Kino-Fans ist das ein Erfolgsprojekt“, freut sich Wolfgang Maurer. Zentral bei Salon und Lounge ist der Austausch über die Werke, der durch die Pandemie in reduziertem Maß stattfindet.

Elektronische Sounds, Performances und Videokunst bietet die MusikMeile, bei der in den vergangenen beiden Jahren „Female Voices“ im Mittelpunkt standen. Damit auch der Nachwuchs an die Kunst herangeführt wird, bildet der Verein Jugendliche zu Kulturvermittlerinnen aus. Derzeit sind drei junge Frauen zwischen 16 und 18 Jahren dabei, den Jüngsten in Workshops bildende Kunst näherzubringen. Bei der Installation des Kunstweges Alpine Art Muttersberg war der Verein ebeenfalls involviert.

Wolfgang Maurer, Obmann Verein allerArt
Ensemble Mosaik (c) Anja Weber

„Ich kann nicht nur neue Hörerfahrungen garantieren, sondern auch außergewöhnliche Performances.“

Wolfgang Maurer, Obmann Verein allerArt Bludenz

BTZM im Oktober

Wolfgang Maurer legt Kulturinteressierten insbesondere die „Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik“ ans Herz, die vom 8. bis 11. Oktober in der Remise acht Weltpremieren in sechs Konzerten bieten. „Ich kann nicht nur neue Hörerfahrungen garantieren, sondern auch außergewöhnliche Performances“, sagt der Obmann. Die aus Rom stammende Intendantin Clara Iannotta legt auf diesen Aspekt nämlich besonderes Augenmerk. „Ein Künstler hat trommelnd Milka-Tafeln gebrochen, als er mitbekommen hat, dass die Schokolade hier hergestellt wird“, erinnert sich Maurer schmunzelnd.

Alternativ legt er Freunden bildender Kunst „artifizielles Dunkel“ am 3. und 4. Oktober, ebenfalls in der Remise Bludenz, ans Herz. Diese „Ausstellung für eine Nacht und einen Tag“ zeigt Gemälde und Skulpturen der Bludenzer Künstlerin Amrei Wittwer und ihres Kollegen Nikola Bartenbach. „Es geht um die dunkle Seite, Mythen, Dämonen, Sexualität und den Tod“, macht Maurer neugierig. „All das, was in unserer rationalen Zeit oft außen vor bleibt.“

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