Tipps & Tricks
Achtsames Verhalten unterwegs in Freizeit und Natur
Ich möchte mich achtsam und richtig verhalten, bin mir aber nicht ganz sicher wie? Mit ein paar einfachen Entscheidungen, werden Natur, Tiere und Lebensräume geschützt
Was kann ich tun für den Lebensraum?
Sie möchten sich achtsam verhalten, sind aber unsicher, wie ? Mit einigen einfachen Entscheidungen können Sie Natur, Tiere und Lebensräume wirksam schützen.
1. Regional genießen und das Klima entlasten
Wenn Sie zu regionalen Lebensmitteln greifen, unterstützen Sie kurze Transportwege und die lokale Landwirtschaft. Besonders wertvoll sind Produkte aus biologischer Landwirtschaft.
Fleischkonsum bewusst reduzieren, schont Klima, Böden und Ressourcen. Weniger Fleisch, dafür gute Qualität, ist ein wichtiger Beitrag für Umwelt und Tierwohl.
2. Invasive Arten vermeiden: keine „blinden Passagiere“
Invasive, also eingeschleppte Arten, können große Schäden in Ökosystemen anrichten. Oft werden sie unbewusst über Ausrüstung, Kleidung oder Gepäck verbreitet.
Darum: keine Tiere, Pflanzen, Samen, Früchte oder Erde aus anderen Regionen mitbringen – auch nicht versehentlich. Schütteln Sie Ihr Gepäck aus und kontrollieren Sie es vor der Weiterreise.
Ausrüstung immer gründlich reinigen – am besten noch vor Ort, bevor Sie in ein anderes Gebiet fahren. Dazu gehören zum Beispiel Wanderschuhe, Rucksäcke und Zelte, aber auch Angel- und Tauchausrüstung, SUP-Boards, Gummiboote oder Segelboote.
Bitte beachten Sie außerdem die gesetzlichen Vorschriften zur Ein- und Ausfuhr von Pflanzen und Tieren.
So wird die heimische Artenvielfalt geschützen.
3. Sammeln in der Natur – mit Maß und Verantwortung
Wenn Sie Deko im Wald sammeln möchten, können Sie das gerne tun, aber nur in kleinen Mengen. Von giftigen Pflanzen wie der Eibe oder dem Stechapfel aber grundsätzlich die Finger lassen. Nehmen Sie nur Pflanzen mit, die nicht unter Naturschutz stehen.
In Naturschutzgebieten ist das Sammeln nicht erlaubt.
Wenn Sie Wildpflanzen, Kräuter, Pilze oder Früchte sammeln, achten Sie (im ureigensten Interesse) bitte auf folgende Punkte:
Sie sollten nur an ungedüngten Plätzen sammeln und nicht am unmittelbaren Rand von Wegen, auch aus hygienischen Gründen, zum Beispiel wegen Hunden. Sammeln Sie nur haushaltsübliche Mengen und nur dort, wo es erlaubt ist. Bei Pilzen gibt es zum Beispiel klare gesetzliche Grenzen, es dürfen max. 2 kg. pro Person gesammelt werden)
4. Achtsames Verhalten am Berg und in der Natur
Planen Sie Ihre Anreise möglichst umweltfreundlich, zum Beispiel mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit dem Fahrrad oder in Fahrgemeinschaften. Und auch schon im Vorfeld ist es sinnvoll, Schutzgebiete und Wildruhezonen zu checken. Vor allem in Schutzgebiete ist es besonders sinnvoll, Hunde an die Leine zu nehmen.
Nehmen Sie alle Abfälle wieder mit zurück. So hinterlassen Sie die Natur so, wie Sie sie selbst gerne vorfinden.
Für das „nötige Geschäft“ unterwegs ist es sinnvoll, ein verschließbares Säckchen dabeizuhaben. So können Sie Ihre Hinterlassenschaften und das verwendete Klopapier wieder mitnehmen und später entsorgen. Taschentücher und vor allem Feuchttücher eignen sich nicht, weil sie sehr langsam verrotten.
Gehen Sie respektvoll mit Weidevieh um und beachten Sie die jeweiligen Hinweise, zum Beispiel im Web, in Broschüren oder auf Infotafeln. Wildtiere sollten Sie weder füttern noch durch Lärm stören.
Planen Sie Ihre Wanderungen so, dass Sie bei Tageslicht unterwegs sind. Die Dämmerung und die Nacht gehören den Tieren.
Bleiben Sie auf markierten Wegen und Pisten. Vermeiden Sie Wildcampen, um sensible Lebensräume zu schonen. Achten Sie außerdem auf die aktuelle Waldbrandgefahr.
Wenn Sie in Naturseen baden, verwenden Sie möglichst umweltverträgliche Sonnencreme.
5. Rücksichtsvoller Umgang miteinander
Unterwegs in der Natur treffen unterschiedliche Interessen aufeinander: Menschen zu Fuß, mit dem Rad, auf Ski, auf dem Snowboard oder mit anderen Sportgeräten. Ein rücksichtsvoller Umgang ist daher besonders wichtig.
Im Zweifel sollten Fußgängerinnen und Fußgänger Vorrang haben. Wenn Sie eine Gefahr erkennen, können Sie andere freundlich darauf hinweisen. So tragen Sie zur Sicherheit aller bei, ohne belehrend zu wirken.
Schätzen Sie Ihre eigenen Fähigkeiten realistisch ein – sei es beim Wandern, Biken oder auf der Piste. So beugen Sie Unfällen vor und schützen gleichzeitig andere.
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Fazit: Achtsam unterwegs – für Sie und die Natur
Jede Ihrer Entscheidungen hat eine Wirkung. Mit Aufmerksamkeit, Rücksicht und bewussten Handlungen tragen Sie dazu bei, wertvolle Lebensräume zu erhalten. Gleichzeitig schaffen Sie für sich selbst die Grundlage für schöne, erholsame und sichere Naturerlebnisse.