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Historische Stätte | Kultur

Landammannhaus Tschagguns

Landamannhaus Tschagguns
Landamannhaus Tschagguns
  • Erst 1786 kam es mehrere Jahre nach der Installierung eines Montafoner Gerichts zur Umwandlung in ein eigenes stetes Ortsgericht, dem die Gerichtsbarkeit in dem Bezirke des Thaals Montafons so wohl in Streitsachen als in denen Geschäften des Adelichen Richteramts ganz eigen seyn sollte und das nunmehr vom Landammann, der zugleich Richter war, geleitet wurde. Die Bewerber für die Richterstelle am Ortsgericht Montafon wurden im November 1786 vom Kreishauptmann in Bregenz vorgeladen. Davor war festgelegt worden, dass es sich beim Richter um einen geprüften und von hochlöblichem Inner und oö. Appellatorio mit Wahlfähigkeitsdekret versehenen Rechtskündigen Rathsmanne handeln müsse. Als erster bekleidete 1787/88 Johann Joseph Nayer aus Tschagguns das Amt des Montafoner Landammannes. Sein Wohnhaus in Tschagguns wurde dementsprechend im Jahr 1787 als repräsentatives Gebäude errichtet. Das Bauwerk verfügt über drei Geschoße, von denen zwei gemauert waren, obwohl es nur als privates Wohnhaus genutzt wurde. Neben einer ungewöhnlichen Symmetrie des Gebäudes verweisen auch zahlreiche Bemalungen und die Inschriften im Giebel auf den Wohlstand und den gesellschaftlichen Stand der Bauherren. Überdies verdeutlichen die außergewöhnlich großen Raumhöhen, dass beim Bau auf Repräsentation Wert gelegt wurde. Zahlreiche bauliche Verzierungen und Details illustrieren die Vielfalt der diesbezüglichen Möglichkeiten. Die Inschrift unter dem Giebel lautet:

     „Der Nam des Herren sey gebrisen
    Zu Gottes Ehr sey alles angewent
    Der anfang und das mitel sambt dem End.
    Johannes Joseff Nayer   u. sein geliebte Ehfrau Anna Maria Küentzlina   / Johannes Joseff Küentzli   u. sein geliebte Ehfrau Maria Eva Stemerin“

     

    Amt der Vorarlberger Landesregierung - Kultur

    Präsentiert von: Amt der Vorarlberger Landesregierung - Kultur, Autor: Montafoner Museen
    letzte Änderung: 01.04.2020

  • Öffentliche Verkehrsmittel:

    Verkehrsverbund Vorarlberg

    Anfahrt:

    von Bludenz über die B188


    Anfahrtsplaner

    Parken:

    Im Zentrum