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Historische Stätte | Kultur

Dornbirn, Oberdorfer Turm

Dornbirn, Oberdorfer Turm
  • Der so genannte „Oberdorfer Turm“ war eine Anfang des 15. Jahrhundert erbaute spätmittelalterliche Befestigungsanlage im heutigen Zentrum des Dornbirner Oberdorfs. Erhalten sind die Grundmauern dieser Anlage, die sich nahe der Pfarrkirche Hl. Sebastian befinden. 1391 wurden die „Veste Dornbürren“ zum ersten Mal urkundlich erwähnt. 1406 wurde der Turm während des Appenzellerkrieges niedergebrannt. 1465 kam „Das Schloß den Turn genannt“ in den Besitz von Jakob I. von Ems, der den 22 – 25 m hohen Turm wieder instand setzte und das „Emserschlößchen“ daran anbaute. Daneben, oberhalb der heutigen Pfarrkirche, ließ er zusammen mit seinem Bruder eine Kapelle zu Ehren des Hl. Sebastian errichten. 1499 brannten Turm und Schloß abermals nieder. Drei Jahre danach erfolgten unter den Brüdern Jakob II. und Hans II. von Ems der Wiederaufbau und die Erweiterung um eine Ringmauer. Ein unterirdischer Gang verband angeblich die außenliegende Kapelle mit dem Schloßhof. Nach dem Aussterben der Emser Grafen in Dornbirn verwahrloste der Turm. 1827/28 verwendete man das Steinmaterial der Schlossruine zum Bau der neuen Kirche im Oberdorf. 1846 schlug ein Blitz in den noch bedachten Turm, woraufhin er ein Jahr später wegen angeblicher Baufälligkeit gesprengt wurde.

    Amt der Vorarlberger Landesregierung - Kultur

    Präsentiert von: Amt der Vorarlberger Landesregierung - Kultur, Autor: Stadtarchiv Dornbirn
    letzte Änderung: 06.04.2020

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