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Martin Mathis, links, und Peter Kasper züchten Montafoner Steinschafe (c) Darco Todorovic
Genuss-Mensch

Martin Mathies

Mit seinem Kumpel Peter Kasper (r.) züchtet er in seiner Freizeit Montafoner Steinschafe

Bei einer geführten Wanderung zu unseren Steinschafen geht es über einen Teil der Via Valtellina – durch die schönste Land­schaft des Montafons.

Martin Mathies

Der junge Martin Mathies federt den steilen Hang hoch, als wäre es gar nichts. Hinter einer Baumgruppe tut sich die weite Alpwiese auf, und auf seinen Lockruf kommen 20, 30 vierbeinige Wollknäuel unter lautem Blöken und Glockengeläut den Hügel hinabgestürmt. „Eigentlich müssen wir gar nicht zufüttern“, sagt der Martin, „das ist nur eine Belohnung für sie, weil sie so brav sind.“

Montafoner Steinschafe gelten als besonders anspruchslos, sind dabei zäh und von freundlichem Wesen. Weil andere Schafrassen mehr Fleisch hergeben, war die Montafoner Spezies trotzdem lange Zeit nahezu ausgestorben. Heute haben sich Menschen wie Hobby-Landwirt Martin (der sonst im familiären Zimmerei-Betrieb in St. Gallenkirch arbeitet) und sein Nachbar Peter Kasper der Rückzüchtung der kleinen, wendigen Tiere verschrieben. Um die Kosten aufzu­fangen, werden aus der robusten Wolle allerlei Produkte hergestellt, von Hauspantoffeln bis zum Kinderkissen „Montilämmle“.

Montafoner Steinschaf (c) Darko Todorovic
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Martin Mathies und Peter Kasper züchten Montafoner Steinschafe

  • Ihr Genusstipp:
    „Unsere Region spürt man sehr gut mit dem Genusskistle vom Verein ,bewusstmontafon‘ – darin sind Produkte unserer Landwirte, zum Beispiel Montafoner Sura Kees, Kaminwurz, Kräutertee und Edelbrände.“