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Waldschwimmbad Lech am Arlberg (c) Daniel Zangerl - Lech Zürs Tourismus

Tourismus erholt sich wieder

Trotz kurzfristiger Buchungen, hohem Beratungsaufwand und Regenwetter konnten Vorarlbergs Tourismusbetriebe für die bisherige Sommersaison von Mai bis Juli ein Plus sowohl bei Gästen als auch bei Nächtigungen verzeichnen. Einzeln betrachtet, ist der Juli 2021 jedoch etwas schwächer ausgefallen als im Vorjahr.

Im Monat Juli wurden 3,5 bzw. 6,8 Prozent weniger bei Ankünften und Nächtigungen als im Vorjahr registriert. Über die bisherige Sommersaison gerechnet (Mai – Juli) stiegen die Gästeankünfte jedoch um 15,3 Prozent, die Nächtigungen um 14,9 Prozent. „Angesichts der herausfordernden Umstände können wir mit dem aktuellen Stand durchaus zufrieden sein“, bilanziert Tourismuslandesrat Christian Gantner.

Das Reiseverhalten unterscheidet sich in diesem Sommer deutlich: Im Vorjahr entschieden sich viele Menschen für einen Urlaub im Inland oder in den direkten Nachbarländern. „In diesem Jahr gibt es wieder mehr Mitbewerber. Viele nützen die wiedergewonnene Reisefreiheit für einen Urlaub am Meer“, schilderte Tourismusdirektor Christian Schützinger.

Viele deutsche Stammgäste

Erfreulich ist für Schützinger hingegen, dass viele deutsche Gäste sich wieder für einen Urlaub in Vorarlberg entschieden haben. Die Juli-Nächtigungszahl reicht mit -0,3 Prozent sogar knapp an den Rekord vom Juli 2019 heran, als die Weltgymnaestrada – das größte internationale Turnfest – zu Gast war. Über die Hälfte aller Urlaubsgäste in Vorarlberg sind Deutsche, der Großteil davon sind Stammgäste. „Wir genießen bei den Gästen ein großes Vertrauen“, ist Schützinger überzeugt.

Zuwachs gab es auch bei heimischen Urlauberinnen und Urlaubern: Im Vergleich zum Spitzensommer 2019 verbrachten 3,2 Prozent mehr Vorarlbergerinnen und Vorarlberger dieses Jahr ihren Urlaub im eigenen Land. Landesrat Gantner führte die Sommerkampagne 2021, die auf den Heimmarkt gerichtet ist, ins Treffen: „Die Initiative trägt nun Früchte.“ Das Land Vorarlberg brachte dafür ein Sonderbudget von 200.000 Euro auf.

Wandern Kanzelwand (c) Bastian Morell
Hotel Hirschen Dornbirn Coronamaßnahmen © Angela Lamprecht / Vorarlberg Tourismus

„Bei aller Reiselust ist der Informationsbedarf der Gäste zum Thema Sicherheit immer noch hoch“

Christian Schützinger, Vorarlberg Tourismus
Hoher Informationsbedarf

„Bei aller Reiselust ist der Informationsbedarf der Gäste zum Thema Sicherheit immer noch hoch“, berichtet Christian Schützinger. Das zeige die Webanalyse: Fast ein Drittel aller Seitenaufrufe auf der Website von Vorarlberg Tourismus betreffen die Covid-19-Infoseiten, zu Beginn der Saison war es sogar noch die Hälfte.

Die Aufrufe der Website vorarlberg.travel zu touristischen Themen habe hingegen zugelegt: Abgefragt wurden – in dieser Reihenfolge – vor allem Informationen zu den Bregenzer Festspielen, zu den Themen Wandern und Familienurlaub sowie zu Hotels und Unterkünften.

Langfristig zählt die Qualität

Genaue Prognosen für die diesjährige komplette Sommersaison von Mai bis Oktober wagt Schützinger nicht: „Die Rahmenbedingungen bleiben volatil, aber ich erwarte ein insgesamt achtbares Ergebnis.“

Langfristig sieht Tourismuslandesrat Christian Gantner den Vorarlberger Tourismus auf einem guten Weg. Der langjährige Aufwärtstrend erreichte 2019 seinen Höhepunkt mit 4,2 Millionen Nächtigungen von fast 1,3 Millionen Gästen. Damit dieser erfolgreiche Weg fortgesetzt werden kann, wird aktuell die Tourismusstrategie 2030 ausgearbeitet: „Tourismus ist nicht nur ein regionaler Wertschöpfungsmotor, sondern Energiequelle für unsere Lebensraum-Entwicklung – insbesondere im ländlichen Raum. Dieses Potenzial müssen wir gezielt nützen“, bekräftigt Gantner.

Tourismuslandesrat Christian Gantner (c) Alexandra Serra © ALEXANDRA_SERRA null
Tourismusdirektor Christian Schützinger (c) Alexandra Serra © ALEXANDRA_SERRA null

„Tourismus ist nicht nur ein regionaler Wertschöpfungsmotor, sondern Energiequelle für unsere Lebensraum-Entwicklung – insbesondere im ländlichen Raum. Dieses Potenzial müssen wir gezielt nützen"

Landesrat Christian Gantner

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