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©Bregenzer Festspiele/Dietmar Mathis

©Dietmar Mathis

©Bregenzer Festspiele
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James Bond kommt zu den Bregenzer Festspielen: Diese Nachricht verbreitete sich Anfang 2008 wie ein Lauffeuer – und wurde im Februar schließlich von der Produktions-firma EON bestätigt. Produzentin und Regisseur fanden die Location wie geschaffen für den britischen Geheimagenten.

Bereits im Juli 2007 hatte ein Team von EON Productions eine der letzten Proben des Spiels auf dem See besucht: Barbara Broccoli, Produzentin und Tochter von James Bond-Erfinder Albert Broccoli, und Regisseur Marc Forster zeigten sich schwer beeindruckt - von der einzigartigen Location am Bodenseeufer, dem imposanten Bühnenbild mit seinen technischen Möglichkeiten, vom Know-how der Festspielcrew und von der modernen Architektur des neuen Festspielhauses.

Weitere Besuche folgten, erste Vorbereitungen liefen an, und im Februar kam das endgültige „Go" aus London: Vom 30. April bis zum 9. Mai hieß es auf der Seebühne und im Festspielhaus: „Klappe - Film läuft!"

Aufgrund der Dreharbeiten begann die Festspielmannschaft in diesem Jahr statt im Mai, wie sonst üblich, bereits Anfang März damit, das Spiel auf dem See auf Vordermann zu bringen: Motoren wurden überprüft, Scheinwerfer eingebaut, Farben aufgefrischt und Kostüme ausgelüftet.

Große Umbauten mussten für die Dreharbeiten an der Seebühne aber nicht vorgenommen werden, ganz im Gegenteil: Die Produzenten und Regisseur Marc Forster hatten sich für den Film ausdrücklich die Original-Tosca gewünscht - nicht mehr und nicht weniger. Einzig ein Steg, der das Bühnenbild mit der Tribüne verbindet, wurde zusätzlich errichtet.

In siebeneinhalb Minuten packender Action im Festspielhaus und auf der Seebühne entdeckt Bond im Film während der Tosca-Vorstellung erstmals seine Widersacher.

Regisseur Marc Forster hat die Opernaufführung auf der Seebühne auf ganz eigene Art und Weise in die Filmhandlung einfügt: Auch inmitten der wildesten Schießerei lässt er die Opernhandlung weiterlaufen. Die Jagd durch das Festspielhaus läuft am Schluss ab wie ein apokalyptischer Stummfilm - immer wieder durchsetzt mit den eindrucksvollen Szenen der Oper.

Forster gelingt es, eine Parallele zwischen der Film- und der Opernhandlung herzustellen: Sowohl in „Ein Quantum Trost" als auch in Puccinis Tosca ist Rache das zentrale Motiv; Toscas Mord an Scarpia scheint am Ende der Bregenzer Szene auch auf den Verlauf des Films hinzudeuten.
 
Was für die neue Handschrift der Bond-Filme seit „Casino Royale" gilt, das gilt auch für das Bregenzer Spiel auf dem See: Sensationelle Effekte mit Tiefgang, Opernaction mit spannendem Hintergrund.

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