
1992 erschien der Roman „Schlafes Bruder" des Vorarlberger Autors Robert Schneider. Bis das Buch veröffentlicht wurde, brauchte Schneider eine gute Ausdauer. 23 Verlage hatten sein Manuskript abgelehnt, bis sich endlich ein Verlag fand. „Schlafes Bruder" wurde zu einem durchschlagenden Erfolg und ist bis heute eines der erfolgreichsten Bücher eines österreichischen Autors. Der Roman erschien bisher in 24 Sprachen und in 30 Auflagen. Das Buch erzählt die Geschichte von Elias Alder, dem Außenseiter und musikalischen Genie, der sich unsterblich - und letztlich unglücklich - in die Schwester seines besten Freundes verliebt.
Schlafes Bruder, der Film
1995 kam „Schlafes Bruder" in die Kinos. Der bekannte Regisseur Joseph Vilsmaier griff den Stoff auf und wählte als Hauptdrehort das abgeschiedene Garneratal, ein Seitental des Vorarlberger Montafons. Hier fand Vilsmaier nicht nur eine unglaublich beeindruckende Szenerie - karg und schön zugleich, sondern auch Menschen, die ihn in jeder Hinsicht und mit Begeisterung unterstützten. Im Film spielte André Eisermann den Elias, Dana Vávrová die Elisabeth, Ben Becker den Peter.
Spuren der Dreharbeiten sind heute keine mehr zu sehen. Das Filmdorf auf 1.700 Metern Höhe wurde längst abgebaut. Die sensible Bergnatur sollte in keiner Weise beeinträchtigt werden. In den Erzählungen der Montafoner ist die spannende Zeit der Dreharbeiten freilich noch höchst lebendig. Joseph Vilsmaier kehrte auch für weitere Filmproduktionen ins Montafon zurück: für „Marlene" (2000) und „Bergkristall" (2004). 1996 wurde die Oper „Schlafes Bruder" vom Montafoner Komponisten Herbert Willi in Zürich uraufgeführt. 2008 kam eine aktualisierte Fassung auf die Opernbühnen.
Auf den Spuren von „Schlafes Bruder"
Zwei Wanderrouten verlaufen durch das Garneratal: Die ca. 4-stündige Wanderung von Gaschurn über Ganeu auf die Tübinger Hütte und der Weg über die 4.000 Stufen der Europabrücke bzw. von der Bergstation der Vermuntbahn über Außer-Tschambreu und Schafboden.

Auf den Spuren von „James Bond"
- Die wohl schönste Stadt in Vorarlberg ist Feldkirch. Der mittelalterliche Stadtkern mit gepflasterten Straßen, Laubengängen und Türmen ist gut erhalten und lohnt einen Besuch.
- Das Festspielhaus Bregenz ist nicht nur Veranstaltungs- und Kulturzentrum, sondern auch architektonisch ein herausragendes Beispiel für die moderne Vorarlberger Architektur. Veranstaltungen finden hier das ganze Jahr hindurch statt. Im Rahmen von Veranstaltungen und bei Führungen ist der „James Bond Showroom" geöffnet, eine kleine Ausstellung über die Zeit der Dreharbeiten.

Anlass für ein Festwochenende im Juni sowie das Internationale Walsertreffen im September 2013